Schirmherr der Stiftung ist seit 2015 Joe Bausch

Joe Bausch, amtlich Hermann Joseph Bausch-Hölterhoff, ist ein deutscher Arzt, Autor und Schauspieler.

Seit 1986 ist er als leitender Anstaltsarzt in der Justizvollzugsanstalt Werl tätig.

Neben Götz George debütierte er 1985 als Schauspieler in dem Kino-Tatort „Zahn um Zahn“. Dem Fernsehpublikum ist er seit 1997 durch regelmäßiges Mitwirken in der Krimiserie Tatort als Gerichtsmediziner Dr. Joseph Roth an der Seite der Kommissare Ballauf und Schenk bekannt.

In seinem Buch „Knast“ schildert er seine Erfahrungen und Erlebnisse als Anstaltsarzt und seinen persönlichen; sein nachschulischer Lebensweg begann zunächst mit Schauspielerfahrungen in der Theatergruppe um das Theaterpathologische Institut (TPI) in Berlin zu Beginn der 1980er Jahre und führte ihn schließlich vom Schauspieler ins Medizinstudium und seine Ausbildung zum Allgemeinarzt.

Nach der viel beachteten Tatortfolge Manila im Jahr 1998 mit dem Thema der philippinischen Straßenkinder und ihrer Kindesmisshandlung gründete er mit seinen Schauspielkollegen Behrendt, Bär und anderen den Verein „Tatort – Straßen der Welt e.V.“, der sich für philippinische Straßenkinder einsetzt.
Im Jahr 2006 hat er von der "Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation" für besondere Verdienste um einen menschlichen Strafvollzug die Fliedner-Medaille erhalten. Im Dezember 2013 erhielt er für seine zahlreichen anderen ehrenamtlichen Engagements das Bundesverdienstkreuz.

 

Warum Herr Bausch sind Sie Schirmherr der Stiftung geworden?

„In jeder Sprechstunde begegnen mir seither Patienten, aus deren Biographie und Anamnese ich die einschneidende Erfahrung, den „point of no return“ ersehen, die Erlebnisse herausarbeiten kann, die ihren weiteren Weg, ihr Schicksal und den Rest ihres Lebens maßgeblich bestimmen werden. … Viele meiner Patienten haben in ihrer Kindheit, während ihres Heranwachsens, Erfahrungen mit Vernachlässigung, Zurück-weisung oder sogar Gewalt an sich selbst machen müssen. Knapp 50 Prozent berichten davon. Aber Kinder lieben ihre Eltern, selbst die, die es eigentlich nicht verdient haben.“

„In den meisten Fällen hätte nach meiner Erfahrung eine frühzeitig einsetzende Diagnostik und Behandlung Schlimmeres und nicht zuletzt viele Opfer verhindern können. Vor dem beschriebenen Hintergrund ist es längst überfällig, dass erfahrene Ärzte sich einbringen und helfen dürfen, ohne dass ihnen bürokratische Hürden in den Weg gelegt werden.“

„Vor dem beschriebenen Hintergrund ist es längst überfällig, dass erfahrene Ärzte sich einbringen und helfen dürfen, ohne dass ihnen bürokratische Hürden in den Weg gelegt werden. Denn jeder von ihnen ist einer mehr, der sich professionell und verständnisvoll dieser Problemstellung annehmen kann.
Deshalb habe ich die Schirmherrschaft für die Stiftung gerne angenommen.“


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